Muss das wirklich sein?

Es ist wieder einmal soweit. Der Herbst ist da „Der Garten wird abgeräumt“. Wieder ist die  Zeit gekommen, wo Nachbarn, die in Deutschland so hoch gehandelte Freiheit, auf Kosten anderer einmal mehr ausleben können. Daran, das die Nachbarkinder  schlecht erzogen sind und nicht grüßen, kann man sich noch gewöhnen. Aber daran dass die Rücksichtslosigkeit deren Eltern im wahrsten Sinne des Wortes grenzenlos ist, daran kann ich mich nie gewöhnen.

Kein Waldbrand - Der Nachbar verbrennt nasse Pflanzenabfälle

Denn in Teilen von Mittelsachsen ist es im Oktober erlaubt nicht kompostierbare Gartenabfälle zu verbrennen. Mit dem Zusatz, niemanden zu belästigen. In der einen Kommune ist es erlaubt, in der Anderen nur an zwei Tagen im Monat Oktober usw. Es ist wie alles in unserem, doch so unendlich freiheitlichen Staat.
Und was heißt „nicht Kompostierbare Gartenabfälle“?

Rücksichtslose Nachbarn: "Ist doch erlaubt, im Oktober"

In unserem Siedlungsgebiet, bei Grundstücken von mehreren tausend Quadratmetern, sollte es doch möglich sein, einen entsprechend großen Komposthaufen anzulegen. Aber nein da muss, dazu noch nasses Pflanzengut, stundenlang verbrannt werden. (Und im Frühjahr wird dann säckeweise Blumenerde gekauft. (Gut, es kann jeder mit seinem Geld machen was er will.)  Aber wenn die auf der Leine hängende Bettwäsche nochmals gewaschen werden muss, damit es im Bett nicht wie in der Räuchertonne riecht. Dann ist auch meine Geduld am Ende.

Stundenlang schwelt es in Nachbars Garten

Spricht man mit seinen Nachbarn, ist auf der einen Seite jedes zweite Wort Umweltbewußtsein und Nachhaltigkeit.
Auf der anderen Seite: „Was man bloß wolle. Ist doch erlaubt, das Verbrennen im Oktober“.


Ich lasse mich nicht davon abbringen meine Pflanzenreste zu Häckseln und zu kompostieren. Das ist Nachhaltig und Zeitgemäß. Die Nachbarn leider nicht.

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6 Antworten zu Muss das wirklich sein?

  1. Anette schreibt:

    In meinem Dorf sind die Brenntage praktisch abgeschafft. Der Abstand zum nächsten Haus oder zur nächsten Gartenhütte muss so groß sein, dass ein Herbstfeuer praktisch unmöglich wird. So müssen alle Gartenbesitzer andere Wege finden. In der regel ist das der Komposthaufen, oder wie in meinem Fall 5 Kompostmieten. Meine Nachbarin holländert. Das heißt, sie gräbt alle anfallenden Staudenabfälle tief unter. Ein anderer Nachbar fährt vieles zur nächsten Kompostierungsanlage der Müllentsorgung. Es gibt also viele Wege um die störenden, rauchenden Feuer zu vermeiden.
    LG Anette

    • gartenheimfreizeit schreibt:

      Hallo Anette,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Wie recht du doch hast. Aber bei uns sind die Feuer leider im April und Oktober laut Stadtbeschluß erlaubt. Und da wird gegogelt was das Zeug hält. Ohne Rücksicht auf die MItmenschen. Ist ja doch erlaubt. Und was gehen mich die anderen an. Das ist halt der Preis der F R E I H E I T.
      LG
      Lutz

  2. Olli schreibt:

    Aber Feuer ist doch so männlich 🙂 Ich liebe Feuer (nein ich bin kein verkappter Pyromane )
    Nein im Ernst – ich habe keine Lust auf den Lärm des Hexlers und einen riesen Haufen Himbeerenverschnitt und Äste, dickere und dünnere, im Garten – was mache ich damit?
    Vorschläge?

  3. Olli schreibt:

    Ach bitte Zusatz – die Vorschläge sollten so arbeitsarm sein wie Feuer – ich habe keine Lust das Zeug noch quer durch die Gartenkolonie zu karren, auf irgendwelche Komposthaufen einer Kompostanlage zu schaffen oder so.

    • gartenheimfreizeit schreibt:

      Leider muss ich passen und kann in diesem Falle keine arbeitsarmen helfenden Vorschläge anbieten.
      Es ist doch eigentlich erstaunlich, wie konträr die Meinungen, auch von Leuten die eigentlich gemeinsame Interessen verfolgen, auseinander gehen können. Ich gehe einmal davon aus, das Gärtner, Kleingärtner und Siedler, das Interesse an schön gestalteten und reichblühenden Gärten teilen. Wenn ich mich für eine Freizeitbeschäftigung entscheide, sollte ich mir im Klaren sein, dass diese mit Tätigkeiten verbunden sein wird, die andere, welche dieses Hobby nicht teilen, als Arbeit ansehen. Sehe ich die Tätigkeiten, welche als Gärtner/Kleingärtner/Siedler anfallen als belastende Arbeit, und möchte in meiner Freizeit anderweitig entspannen, sollte ich mich eventuell für ein anderes Hobby entscheiden. Denn ein schöner blühender Garten kommt nicht von allein, genauso wenig wie das Modell eines Modellbauers, der Erfolg eines Hobbyfußballers usw. Des weitere bin ich der Meinung, ein wenig Rücksicht auf seine Mitmenschen ( in Bezug auf den Qualm eines stundenlang schwelenden Feuers )wäre auch nicht zu verachten.

      • Olli schreibt:

        Keine Angst in Bezug auf Rücksicht sind wir einer Meinung. Der Nachbar hätte wenigstens sich vorher mal melden können.
        Ein gutes Feuerchen ist aber trotzdem was tolles finde ich – besonders wenn Gartenabfälle damit verbrannt werden. Wenns raucht dann liegt das meist daran, dass die Bude nicht heiß genug ist und damit der entstehende Rauch nicht verbrannt werden kann. Viele Sachen gehören auch einfach nicht auf den Scheiterhaufen sondern auf den Komposthaufen.
        Und hey – arbeitsarm ist wirtschaftlich – ich bin immer drauf bedacht mit so wenig wie möglich Einsatz so viel wie möglich zu erreichen. Das haben wir im Wirtschaftsunterricht gelernt. Faulheit ist der Zündfunke für Effektivität und Wirtschaftlichkeit 🙂

        Übrigens über das Beet verteile Asche ist guter Dünger.

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