Wir haben uns getraut !

Endlich haben wir uns getraut. Nein verheiratet sind wir schon eine Ewigkeit. Das trauen war anderer Natur. Und belohnt wurden wir mit einem Geschmackserlebnis der besonderen Art.
Eigentlich hatten wir schon lange vor einmal einen „Unkrautsalat“ zu versuchen. Geschmacklich hat er alle Vorstellungen, im positiven Sinne, übertroffen. Also wie beginnt man. Zuerst einmal im Internet schlau machen. Gut und nun? Da ich kein Freund von strengen Rezepten bin wurde also improvisiert Immer mit dem Gedanken im Hinterkopf:“Was will man bei Unkraut schon falsch machen“? Also los ging es.
Zuerst Löwenzahn. Hier habe ich möglichst junge Blätter genommen und die Blattrispen abgezupft.(Bitter) Auch beim Anteil von Löwenzahn auf ein gesundes Maß achten, da es sonst zu bitter werden könnte. Aber das empfindet sicherlich jeder anders und ist ein Erfahrungswert.

Der nächste Weg führte über die Wiese, wo der Bestand der Gänseblümchen geplündert wurde. Ich denke bei deren Vermehrungsrate habe ich keinen Schaden anrichten können. Hier wurden nur die Blüten verwendet, da ich die Geduld im Kampf mit den kleinen Blättern verlor. Der Weg führte am Waldesrand vorbei, wo auch ein Teil meines Bärlauchbestandes dran glauben mußte.
Wieder Richtung Küche unterwegs kam ich an Kräuterbeet vorbei, wo sich gerade mein Lieblingsgewürz/Kraut anfängt zu entwickeln. Die Wildrauke! Ein herrliches Kraut. Wenn ich nur an die kommende Tomatensaison denke läuft mir schon das Wasser im Munde zusammen. ( Tomaten+Wildrauke+Schafskäse+Olivenöl=Rotwein an einem lauen Sommerabend bei Fackellicht) Auch hier wurde ein Teil des momentan geringen Bestandes geplündert. Einen eigenartigen schwer zu beschreibenden, aber sehr angenehmen Geschmack bringen die Knospen der Taglilien. Wobei es hier immer sehr schwer ist, ein gesundes Mittelmaß zwischen Geschmack und Schönheit der Blüten zu finden. Aber beim Anfangsbestand kann man schon einmal zulangen. Diese werden der besseren Handlichkeit (oder sollte man sagen der besseren Mundlichkeit) wegen zerschnitten. Um einen knackigen Biss zu erzielen haben wir Eisbergsalalat dazu getan, was dem Wildgeschmack keinen Abbruch getan hat. Nun folgten noch Frühlingszwiebel, Salz, Pfeffer, Olivenöl, und Balsamico. Eine Scheibe( Bemme) frisch selbstgebackenes Roggenbrot und der Genuß war perfekt.

Ich muß dazu sagen dass wir keine Ökofreaks und auch keine Vegetarier sind. Aber wer einmal etwas anderes ausprobieren möchte, dem ist dieses Geschmackserlebnis zu empfehlen. Bei uns wird dieser Salat bestimmt demnächst beim mediterranen Grillvergnügen gereicht werden, wo die, die wieder einmal nicht genug bekommen, nach einem „Breitenberger Kräuterbitter“ als „Verdauerle“ rufen werden.

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