Mexikanische Minigurken

Da wir im Grunde genommen recht experimentierfreudig sind, was Neuheiten von Pflanzen angeht, möchte ich unsere diesjährige Errungenschaft vorstellen. Es handelt sich hierbei um sogenannte Mexikanische Minigurken. Sie werden als „exotische Besonderheit, dekorativ im Garten und hervorragend zum Verzehr oder als Tischschmuck geeignet“ auf der Samentüte angepriesen. Wie sich im Nachhinein herausstellte, sind diese Pflanzen im richtigen Leben eigentlich Melonen.
Nun gut. Okay, ein wenig sehen sie ja aus wie richtige Wassermelonen. Bloß eben ein bisschen zu heiß gewaschen. Als Höhe der Pflanzen werden ca. 3 Meter angegeben. Nach der Aussaat Mitte April in Aussaatschalen, ( Keimung erfolgt bei 18-22 °C) wurden die Pflänzchen gegen Ende Mai ins Freiland gepflanzt.
An dieser Stelle muss ich ein paar Worte über Aussaatschalen loswerden. Die Besten Erfahrungen haben wir mit (fast) kostenlosen, selbst gebauten Anzuchtgewächshäusern gemacht. Wir sammeln dazu die durchsichtigen Verpackungsschalen vom Fleisch. Die gibt es ja immer in entsprechender Größe der Fleischmenge. Pro Gewächshaus  werden 2 – 3 Stück benötigt. In die untere zum Ablauf Löcher in den Boden gestochen und die Saaterde eingefüllt. Die Zweite als Dach aufgesetzt und eventuell mit Gummis befestigt. (Eventuell noch eine dritte Schale als Untersetzer.) Es entsteht in diesem Gewächshaus ein richtiges Mikroklima und es gelingen (fast) alle Aussaaten. Da kommt mir doch gleich der Werbeslogan „Geiz ist Geil“ in den Sinn.
Aber nun zurück zu den Minigurken. Vorher hatte ich aus Maschengewebe einen Kletterparkours  am Gewächshaus für die Gurken gebaut. Nach anfänglich zögerlichem Start überlegten es sich die Mexikanerinnen doch anders und kletterten munter an meinem Gerüst der Sonne entgegen. Die Bienen taten ihre Pflicht und Anfang August waren die ersten Gürkchen schon als solche zu erkennen. Geschmacklich leider nicht..uuua ..sauer. Nach einem Blick auf die Samentüte wird der Grund des sauren Geschmacks erkennbar. Erntezeit September –  Oktober. Optisch erinnern diese kleinen Mexikanerinnen wirklich an Wassermelonen. Jetzt Ende September erinnern sie Geschmacklich im ersten Moment tatsächlich an Gurken. Die Schale ist etwas härter als die von Gurken. Vielleicht sogar etwas störrisch im Mund . Wen der etwas säuerliche Abgang nicht stört, hat eine kleine Errungenschaft gemacht, wobei daran zu denken ist, dass  Gurkensalat mit sehr sehr viel Arbeit verbunden ist.

In diesem Sinne einen schönen Herbst.

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